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KIRCHENFESTE
Kirchenjahr: Weihnachtssymbole

Der Christbaum oder Weihnachtsbaum
wie wir ihn kennen, ist noch keine 400 Jahre alt.
Den Brauch jedoch, die düstere Winterzeit mit grünen Pflanzen als Hoffnung auf neues Leben und Kerzen als Hoffnung auf neues Licht zu schmücken, gab es schon immer.
Die Symbole des germanischen Julbaumes und des Paradiesbaumes des Alten Testamestes verschmolzen miteinander, das Immergrün versinnbildlichte die Geburt Christi, den Beginn des neuen Jahres, die immer wieder neu erwachende Lebenskraft. Diese Lebenskraft, die in wintergrünen Gewächsen steckte, wurde als Heilkraft gedeutet. So glaubte man sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man dieses zu Neujahr mit Grünem schmückte. Schon die Römer bekränzten ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen. Das mittelalterliche Deutschland brachte je nach Landschaft Eibe, Stechpalme, Wacholder, Mistel, Buchs, Tanne und Fichte ins Haus.

Der Adventskranz:
Die Sitte des Adventskranzes ist recht jung, sie geht zurück auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern (*1808, +1881), den Gründer des "Rauhen Hauses" in Hamburg. Er hat im Dezember 1838 seinen Zöglingen an jedem Tag des Advents eine Kerze entzündet und sie auf einen Holzkranz gesteckt; zu Weihnachten erhellte dieser Lichterkranz feierlich den Saal.

In den darauf folgenden Jahren wurden die Wände des Saals mit grünen Zweigen geschmückt, bis man 1860 auch den Holzreifen mit Tannenreisig umwand:
damit war der Adventskranz geboren. Dieser Brauch hielt zunächst in evangelischen Familien Einzug, 1925 hing in Köln zum ersten Mal ein Adventskranz in einer katholischen Kirche. Der Brauch verbreitete sich inzwischen weltweit.
Immergrünes in der Wohnung gab es schon vor 600 Jahren: Zweige von Wacholder, Misteln und Tannen symbolisierten ungebrochene Lebenskraft, Haus und Hof sollten vor Schaden bewahrt bleiben.
Die Kerzen galten im 14. Jh. als Zeichen der Hoffnung auf eine neue, hellere Zeit. Kerzen in der Adventszeit waren traditionell rot, sinnbildlich für das Blut, welches Christus für die Menschen vergoss. Das Kerzenlicht ist Symbol für Christus, das Licht der Welt.

Der Weihnachtsmann und das Christkind
Martin Luther schaffte um 1535 die Kinderbescherung durch den Heiligen Nikolaus ab, welcher bis dahin Gabenbringer der Kinder war. Ab dann erhielten die Kinder die Gaben durch den "heiligen Christ".
Das Christkind bringt im Süden Deutschlands, Teilen der Schweiz und in Österreich den braven Kindern die Geschenke. Auch werden die Advents- und Weihnachtsmärkte in diesen Regionen Cristkindlmarkt, Cristmarkt oder auch Kindleinsmarkt genannt.
In der ganzen Welt kennen ihn die Menschen als Father Christmas, Sint Nikoloses, Père Noël, Sinterklaas, Nikolaus oder Santa Claus.
Erstmalig taucht das Wort Weihnachtsmann im 18. Jh. auf. Das Christkind wurde in vielen Orten durch den Weihnachtsmann "ersetzt".
1931 beauftragte die "The Coca-Cola Company" den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom, den "Santa Claus" für eine Werbekampagne zu zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen "Weihnachtsmann zum Anfassen". Seine Vorlage: das Gesicht eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers. Wir alle kennen diese Figur:
Der großväterliche Weihnachtsmann mit Pausbacken, stattlichem Rauschebart und einem roten Mantel mit weißem Pelzbesatz.

Die Krippe:
Überall auf der Welt, wo Christen die Geburt Jesu feiern, findet sich die Weihnachtskrippe.
Der Legende nach stand die erste Weihnachtskrippe 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus von Assisi. Seine Feier fand in Greccio in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt, doch ohne die Heilige Familie.
Die Historiker vermuten als Ausgangspunkt des Brauches die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten.
Durch den Christbaum der ab dem 19. Jh. allgemeine Verbreitung fand, verlor die Krippe ihre Mittelpunktsfunktion.

Der Adventskalender
Erst ca. 1920 erschienen die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen auf dem Markt, so wie wir sie heute kennen.
Die Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt wurden.
Davor kannte man 24 an die Wand oder Tür gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften ("Strichkalender").
Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr, oder aber eine Adventskerze die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte.

der Weihnachtsstern und der Stern von Bethlehem:
Die blühenden Weihnachtssterne, die wir in der Vorweihnachtszeit kaufen können, symbolisieren den Stern von Bethlehem.
Nach Matthäus haben die Magier (die heiligen 3 Könige) einen Stern aufgehen sehen, dem sie dann gefolgt sind, bis dieser über den Geburtsort Jesu in Bethlehem anhielt. Dieser Stern, so ist zu lesen, war den Magiern ein Zeichen und Wegweiser.
Möglicherweise sahen sie Staturn und Jupiter zusammen als einen Stern, denn beide standen im Jahr 7 vor Beginn unserer Zeitrechnung sehr dicht beieinander.
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