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Der Monat, in dem wir Erntedank feiern, hieß früher Holzmonat (ahd. witumanot), Herbstmonat (ahd. herbistmanot), Havermaent oder Herbstsaat. Die Namen deuten die Vorbereitung auf den Winter an: Holzvorräte müssen angelegt, die Wintersaat ausgebracht werden. Die Bezeichnung September, die im Mittelhochdeutschen schon nachweisbar ist, leitet sich von der Zahl sieben ab, lat. septem. Im altrömischen Kalender (156 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. März) war dies der siebte Monat. Als Julius Cäsar den Kalender reformierte (56 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. Januar) blieb der Monatsname erhalten, auch wenn der Monat seitdem an neunter Stelle steht."Danken" kommt von "denken". Überall auf der Welt, wo sich der Mensch als Teil der Schöpfung begreift, wird er auch andere Teile dieser Schöpfung - wie zum Beispiel seine Nahrung - auf Gott zurückführen und sich zu Dank verpflichtet wissen. Deshalb gab es Erntedankfeste auch in vorchristlichen Religionen, im Judentum (Laubhüttenfest) und bei den Römern. In der katholischen Kirche lässt sich das Erntedankfest schon im 3. Jahrhundert nachweisen. Weltweit gibt es keinen einheitlichen Termin für dieses Fest, erntet man doch in allen Klimazonen zu unterschiedlichen Zeiten. Für Deutschland legte die Bischofskonferenz 1972 den ersten Sonntag im Oktober als Erntedanksonntag fest. In evangelischen Gemeinden ist der Michaelistag (29. September) oder der Sonntag davor bzw. danach Festtag.
Heutzutage ist die kirchliche Erntedankfeier in den Gottesdienst integriert. Erntegaben schmücken den Altar oder werden im Gottesdienst zum Altar gebracht.
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