|
|
|
|
|
Das Epiphaniasfest ist das älteste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war. Schon um 300 wurde es im Osten gefeiert als Fest der Geburt Jesu, der Taufe Jesu, als Erinnerung an das Weinwunder zu Kana und zuletzt auch als Erinnerung an die Verklärung Jesu. Regional gab es unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier, im Laufe der Zeit aber verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland, wodurch ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt wurde.
Das Fest ist nicht eigentlich das Fest der "Heiligen Drei Könige", sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das in dieser Welt erschienen ist: "Epiphanie" bedeutet "Erscheinung".
Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt seit jeher auf der Taufe Jesu, bis heute feiert die Orthodoxe Kirche die Taufe Jesu, bei der sich die heilige Dreieinigkeit der Welt enthüllte. In der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.
Am 06.Januar, dem Tag nach den Raunächten, gingen die Frauen durch die Häuser und reinigten diese indem sie sie mit Weihrauch ausräucherten und mit Weihwasser besprengten. Das sollte die bösen Geister vertreiben, oder ihnen erst gar keinen Einlass gewähren. Anschließend schrieben sie mit weißer Kreide die Jahreszahl und die drei Buchstaben K + M + B über die Eingangstür. Diese drei Buchstaben bedeuten sowohl die Namen der "Heiligen drei Könige": Kaspar, Melchior und Balthasar, als auch den Haussegen CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT (Christus segne das [dieses] Haus). Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die ebenfalls die Initialien C + B + M plus der Jahreszahl auf die Türen malen, nachgewiesen.
|
|
|
|
|
|
|
 |
|